Im vorherigen Artikel haben wir beleuchtet was genau BarCamps sind. Jetzt wollen wir die Besonderheiten näher beschreiben.

 

Acht Besonderheiten stechen besonders hervor:

 

Minimale Organisation
Ein Organisationsteam regelt nur so viel wie nötig. Seine hauptsächliche Aufgabe liegt darin für einen reibungslosen Ablauf und eine gute Atmosphäre zu sorgen. Zu Beginn des Tages organisiert das Team die Präsentation der Themenvorschläge. Mit Hilfe von Metaplan-Karten, Pinnwänden oder Whiteboards erstellt es einen individuellen Tagesplan.

Teilnehmer sind Teilgeber
Jeder Teilnehmer ist eingeladen aktiv zu werden. Jeder hat die Möglichkeit Vorträge, Workshops, Beispiele oder einfach eine Frage als »Session« anzubieten. Die einzelnen Sessions ergeben die Agenda.

Morgendliche Meetingplanung
Klingt verrückt, klappt super: Die Interessen der Teilnehmer entscheiden über die jeweiligen Sessions. Weil sich alle einbringen können, laufen immer mehrere Sessions parallel. Jeder kann wählen wo er hingehen möchte. Da ist für jeden etwas dabei.

Austausch der anderen Art
Austausch, Diskussion, Erfahrungsberichte … Die Sessions dienen dem Austausch auf Augenhöhe. Auch wenn es einen Moderator bzw. Initiator gibt, kann jeder seine Fragen stellen und Erfahrungen einbringen. Über den Tellerrand gucken ist erwünscht. Abwegigste Ideen dürfen unbefangen ausgedrückt und analysiert werden.

Erfolg durch Engagement
Alles dreht sich ums Mitmachen: Der Erfolg des BarCamps hängt vom Einbringen jeden Einzelnen ab. Je mehr jeder bereit ist andere an seinen Erfahrungen teilhaben zu lassen, desto mehr profitieren alle davon. Je hochwertiger die Beiträge sind, desto mehr Wertschöpfung findet statt.

Kooperation statt Konkurrenz
Beim Barcamp ist die »Pause das Programm«. Deshalb verlaufen die Sessions ganz entspannt. Leistungsdruck oder Konkurrenzgedanken finden hier nicht statt. Stattdessen liefert jeder Input, tauscht aus –auch mit Wettbewerbern. Alle glauben daran: »Wissen vermehrt sich durch Teilen«.

Dynamik durch Demokratie
Viele BarCamp-Besucher sind Wiederholungstäter. Manchen sind die Gespräche mit Gleichgesinnten das Wichtigste. Einigen ist der Wissenszuwachs wichtiger. So oder so schätzen alle die Dynamik und Energie, die durch das demokratische Miteinander entsteht.

Freiheit der Füße
Selbstorganisation stärkt. Freiheit ist das, was ein BarCamp besonders macht. Die TeilnehmerInnen treffen selbst die Entscheidung wohin sie im Rahmen der Veranstaltung gehen, wie lange sie bleiben und wann und wohin sie wechseln. Meine Lieblings-Regel für BarCamps lautet: „Überprüfe zu jeder Zeit, ob du an dem Ort, an dem du dich befindest etwas lernen oder beitragen kannst. Wenn du nichts lernen oder beitragen kannst, ehrst du die Gruppe mit deiner Abwesenheit.“ Diese vier Prinzipien habe ich beim InspiCamp kennen und schätzen gelernt. Sie machen die Sessions sehr angenehm:

 

Barcamp-Regel1  Barcamp-Regel3  Barcamp-Regel2  Barcamp-Regel4

 

Ich gestehe, ich bin ein BarCamp-Fan geworden, auch wenn ich vor einem Jahr noch nicht einmal wusste was ein BarCamp ist. Vielleicht geht es Dir ähnlich wie mir und Du kannst Dir immer noch nicht vorstellen, welchen Mehrwert Du genau aus dem Besuch einer Mitmach-Konferenz ziehen kannst, dann lass uns die Vor- und Nachteile noch kurz anschauen. [weiter]

Titelbild: fotolia.com/ 61301120©Ivelin Radkov

Astrid-Beate Oberdorf
Als New Business Coach begleite ich Selbständige, Solopreneure und Firmeninhaber auf dem Weg zu persönlichem und wirtschaftlichem Erfolg. Das einzigartige Potenzial in werteorientierten Menschen und Unternehmen zu wecken, liegt mir am Herzen. Mich inspiriert das Zitat von Gandhi: »Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.«
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