Vertrauenskultur leben – Wie geht das?

Vertrauenskultur leben – Wie geht das?

Im Zusammenhang mit dem Wirtschaftswandel tauchen immer wieder bestimmte Schlagworte wie Vertrauenskultur, Selbstverantwortung und Selbstorganisation auf.   Aber was bedeutet es konkret, die damit verbundene innere Einstellung auch tatsächlich zu leben?   Martina Baehr hat dazu Uwe Rotermund, den Geschäftsführer der Noventum GmbH  aus Münster interviewt. Die Noventum GmbH ist ein mittelständisches Beratungsunternehmen in dem Vertrauenskultur schon lange eine sehr große Rolle spielt. Das Vertrauen der Führungskräfte in die Fähigkeiten der Mitarbeiter bildet sozusagen die Grundlage der Zusammenarbeit. Eine solche Haltung zeigt sich dann auch im Außen, was  Stabilität und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg angeht. Die Noventum GmbH wurde bereits dreimal in Folge als „Great Place to Work“ ausgezeichnet.   Das sind die Inhalte des Interviews in Stichpunkten   Warum eine Vertrauenskultur nicht nur ein gutes Arbeitsklima sondern auch wirtschaftlichen Erfolg bedeutet. Und warum das gerade auch in Krisenzeiten besonders wichtig ist.   Die Digitalisierung als Megatrend bzw. Katalysator des wirtschaftlichen Wandels. Warum es neben den technischen Entwicklungen so wichtig ist, die sozialen Systeme anzupassen. Stichworte sind hier die Dezentralisierung von Verantwortung und Entscheidungskompetenz und die Befähigung der Menschen zu mehr Selbstverantwortung und Achtsamkeit.   Über den Paradigmenwechsel in der (Unternehmens-)Führung: Die Führungskraft wird vom Entscheider zum Coach und Befähiger. Der Unternehmer wirkt als Unternehmens-Architekt. Beide stellen die Rahmenbedingungen her, damit die Menschen im Unternehmen erfolgreich arbeiten können.   Wie wichtig im Rahmen der Unternehmensentwicklung der Erfahrungsaustausch mit anderen, gleichgesinnten Unternehmern ist. Und welche Möglichkeiten es dazu gibt.   Über die sich abzeichnenden Trends in der Organisationsentwicklung: Mehr Selbststeuerung, mehr Agilität bei der Zusammenarbeit. Dazu müssen komplizierte, hierarchische Entscheidungsstrukturen abgeschafft und statt dessen mehr  Freiraum geschaffen werden. Damit die Mitarbeiter genug Handlungsspielraum...
Unternehmer seines Lebens sein

Unternehmer seines Lebens sein

Unternehmer sein ist nicht gleich Unternehmer sein Sicher entscheidet ein Unternehmer mit eigenem Business anders als ein Angestellter in einem Konzern, aber eins dürfen sich auch Mitarbeiter, Mütter, Studenten und Suchende bewusst machen: Jeder von uns trifft täglich Entscheidungen, um seine Bedürfnisse zu befriedigen und ist damit Unternehmer seines Lebens. Wenn wir mit uns und unserem Leben im Fluss sein wollen, beruflich und privat, müssen wir uns immer wieder aufs Neue mit uns und den gleichen Fragen auseinandersetzen: »Wo will ich beruflich hin?«, »Welche Vision habe ich zu diesem Ziel?«, »…« Hast Du diese Fragen für Dich geklärt? Dann weißt Du, dass Du dabei schnell vom Oberflächlichen in die Tiefe abtauchst. Vielen passiert es derzeit, dass eine weitere Frage auftaucht: »Wie kann ich meine Berufung in einem sinnvollen ökonomischen und ökologischen Kontext leben?« Tilo Wondollek ist einer, der Unternehmer immer wieder einlädt, zeitgemäße Antworten auf diese Frage zu finden. Normalerweise lädt er, als Initiator des Netzwerkes »UML«, kokreative Visionäre, Querdenker und Vordenker ein, um beim »Unternehmer meines Lebens«-Kongress über die Zukunft zu sprechen. Wir vom Barcamp Business haben den Spieß diesmal umgedreht. Wir haben Tilo Wondollek eingeladen. Wir konnten ihn dazu animieren, uns Einblick in seine Sicht auf diese drei Fragen zu gewähren: Was macht einen Menschen zum Unternehmer seines Lebens? Welche Herausforderungen haben Unternehmer derzeit zu meistern? Wie kann man immer wieder mit sich selbst in Fluss kommen?     Bewusstsein im Business Klingt es noch fremd in Deinen Ohren, wenn im Businesskontext über Bewusstsein gesprochen wird? Verständlich. Damit bist Du nicht alleine. Für die meisten Menschen ist das, was hinter diesem Begriff steckt noch nicht richtig greifbar....
NeuLand im Business

NeuLand im Business

Trends verändern die Welt. Zwei Trends sind es derzeit, die uns als Organisatoren vom Barcamp Business besonders auffallen. Der erste kommt von unten, aus der Zivilgesellschaft. Es lässt sich nicht übersehen, dass das wachsende Interesse an dem Wissen traditioneller Kulturen die Sehnsucht nach einem verbundenen und ruhigen Leben widerspiegelt. Diese Sehnsucht nach Sinn und Tiefe führt immer mehr Menschen zum Wert der Meditation zurück. Welche Wirkung die Kraft der Stille auf den Einzelnen und sein Business hat, kannst Du im Artikel »Business-Power durch Meditation« nachlesen. Der zweite Trend kommt sozusagen von oben, aus der Wissenschaft. Neueste Erkenntnisse der Wissenschaft – beginnend bei der Quantenphysik, Gehirnforschung, Neurobiologie, u.a.m. – verdeutlichen, wie komplex Systeme in Wirklichkeit sind. Wissenschaftler belegen, dass unsere Welt – und damit auch unsere Wirtschaft -, viel vernetzter miteinander ist, als wir es uns oft bewusst machen. Studien bestätigen, dass wir alle voneinander abhängen, uns gegenseitig hervorbringen und korrigieren. Wie sind weniger isolierte machtlose Geschöpfe, als vielmehr aktive (Mit-)Gestalter unserer Realität. Diese Erkenntnis brachte uns auch zu dem diesjährigen Motto vom Barcamp Business: »Du bist Wirtschaft!« Je mehr jeder Einzelne von uns die Erkenntnis gewinnt, dass unsere Interessen immer auch mit den Interessen anderer verbunden sind, desto wirksamer können wir ein neues Wirtschaftssystem kreieren. Ein kokreatives Wirtschaftssystem. Je mehr wir uns als Teil des Ganzen verstehen, desto wirkungsvoller können wir uns in dem System einbringen. Weisheit können wir nicht kaufen. Glück können wir nicht kaufen. Beide Aspekte des Lebens, nach denen sich jeder Mensch sehnt, können wir nur durch die Wiederentdeckung eines werteorientierten Zusammenlebens finden. Einer der modernen Mystiker unserer Zeit, der verstanden hat, dass es keine unabhängige...
Werteorientierung im Verkauf

Werteorientierung im Verkauf

Claudia Dietl und ich teilen eine Leidenschaft. Nichts Besonderes. Eher etwas ganz Alltägliches. Obwohl es so normal ist, unterscheidet uns diese Vorliebe von den meisten anderen Menschen. Vielleicht wunderst Du Dich jetzt: Wir lieben es, zu verkaufen! Wenn Du Dich jetzt fragst, warum ich im Rahmen vom Barcamp Business dazu ein Interview mit Claudia Dietl geführt habe und hier über das Thema Verkaufen schreibe, dann hat dies drei gute Gründe: Erstens, nichts prägt unsere Wirtschaft so sehr wie der Verkauf, zweitens, der Wunsch nach echter Werteorientierung wächst und drittens, nirgends zeigen sich Trends so schnell wie im Verkauf. Wenn auch Dich das Thema »Werteorientierung im Verkauf« interessiert und Du jetzt nicht die Zeit hast den Artikel zu lesen, dann schau Dir doch einfach das Interview an. Kurz, klar und konkret spreche ich mit Claudia Dietl, Expertin für »werteorientierte Kaltakquise« und Autorin des Buches »Ethisch handeln – Erfolgreich verkaufen« über drei Dinge: Welche Wirkung Provisionszahlungen im Vertrieb haben. Was für Sehnsüchte nach 50 Jahren Profitorientierung erwacht sind. Wie ethisches Verhalten im Verkauf konkret aussehen kann. Verkaufen – ein leidiges Thema in der Wirtschaftswelt Keine Sorge, wir wollen hier nicht über die Schattenseite des Verkaufens stöhnen und auch nicht über die Abzocke mancher Verkäufer sprechen. Darum geht es uns nicht. Es geht uns vielmehr darum, das Thema Verkauf neu zu betrachten. Wir möchten Deinen Blick darauf lenken, Dich dem Thema unter einem erweiterten Blickwinkel zuzuwenden. Warum? Überlege mal: Womit assoziierst Du Verkaufen? Fühlst Du Dich wohl, wenn Dir jemand etwas verkaufen möchte? Also im Geschäft, am Telefon, im Gespräch … Oder andersherum: Verkaufst Du gerne? Deine Ideen, Deine Dienstleistung, bestimmte Produkte?...
Warum sind Fragen wichtig, um neue Ideen zu bekommen?

Warum sind Fragen wichtig, um neue Ideen zu bekommen?

Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag von Stefan Verhey. WER KENNT DAS NICHT? MIR GEHT ES SO: KAUM STELLT JEMAND EINE FRAGE, SCHON SUCHE ICH NACH EINER PASSENDEN ANTWORT. UND OFT STELLE ICH MIR SELBST AUCH IMMER WIEDER FRAGEN. FRAGEN WIE „WARUM FUNKTIONIERT DAS NICHT?“ ODER „WARUM SIND ANDERE VIEL ERFOLGREICHER ALS ICH?“ DIESE FRAGEN HAT SICH SICHER FAST SCHON JEDER MAL GESTELLT. WIE SCHWER MAN DIESE LÄSTIGEN FRAGEN WIEDER AUS DEM KOPF BEKOMMT! Eine beliebte Strategie diese Fragen von sich abzuschütteln, ist sich zu konzentrieren. Berühmte Methoden, wie man das gut hinkriegt, sind entweder Stille und Meditation oder man geht einem Sport nach. Oder man lenkt sich einfach mit anderen Themen ab. Fernsehen, Zeitung lesen, Bier trinken und den Problemen der anderen in der Kneipe lauschen … Was ist eine Idee? Vor wenigen Wochen habe ich eine Feier ausgerichtet. Es gab reichlich zu Essen. Wir waren drei Köche und ein tolles Team. Für einen aufwendigen Salat fehlten zur Fertigstellung nur noch Pfeffer und Zitronensaft. Also habe ich den Salat gepfeffert und eine Zitrone darüber ausgepresst. Fertig. Als im Laufe des Abends alle anderen Speisen besser liefen, probierten wir den unbeliebten Salat und stellten erstaunt fest, dass noch etwas fehlt. Es war die berühmte Prise Salz. Aber auch jenseits des Tischgedecks können so manche Ideen nützlich sein. Wenn ich ein Problem habe, das gelöst werden muss, dann brauche ich eine gute Idee, um es zu lösen. Wäre der Salat bereits gut gewürzt gewesen und ich hätte ihn trotzdem zusätzlich gesalzen, hätte der Salat nicht zum Gelingen der Feier beigetragen. Unsere Gäste hätten sicherlich ihre Gesichter verzogen und diesen Salat...